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Ruhrgebietsverband wird 10 Jahre alt

Bericht von Georg Gerecht

Schloss Borbeck Schloss Borbeck

Auf die Woche genau nach 10 Jahren (*24.10.2001) feierte der Verband der Bürger- und Heimatvereine im Ruhrgebiet e.V. sein 10-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum kamen am Samstag, dem 29.10.2011 rund 70 Teilnehmer in seine Geburtsstätte, das Schloss Borbeck.

 

Vor der Festveranstaltung fand die jährliche Mitgliederversammlung des Vereins statt. Nach den Berichten des Vorstands und des Schatzmeisters wurde von der Versammlung Entlastung erteilt und anschließend dem Haushaltsplan 2011 zugestimmt. Wahlen standen in diesem Jahr nicht an.

Frau Dr. Ute Günther Frau Dr. Ute Günther

Die Festveranstaltung eröffnete Frau Dr. Ute Günther. Die Geschäftsführerin von proRuhrgebiet überbrachte Glückwünsche an den Verband und dankte dem Gast gebenden Borbecker Bürger- und Verkehrsverein für die Einladung ins Schloss.

Sie lobte das bürgerschaftliche Engagement der Mitgliedsvereine und betonte die Rolle des Verbandes als wichtige Stimme der Region.

 

Frau Angelika Kleine-Möllhoff Frau Angelika Kleine-Möllhoff

Für den wegen Urlaub verhinderten Vorsitzenden des Ruhrgebietsverbandes, Frank Sichau, trug Frau Angelika Kleine-Möllhoff stellvertretend einige Worte vor. Rückblickend auf die 10 Jahre dankte Herr Sichau für die gute Zusammenarbeit mit proRuhrgebiet, für das Ermöglichen der zahlreichen Treffen der Bürgervereine und für die Mitarbeit der Vorstandsmitglieder, insbesondere den Arbeitskreisen 1 und 2.

Dem Förderverein Schloss Borbeck e.V. wurde eine Spende überreicht.

Dr. Roland Kirchhof, vorheriger Geschäftsführer von proRuhrgebiet, beleuchtete in seiner Ansprache die Schwierigkeiten bei der Gründung des Ruhrgebietsverbandes vor 10 Jahren. Aus den 34 „Gründervereinen“ sind zwischenzeitlich 65 Mitgliedsvereine geworden. Mit Stolz auf Erreichtes blickte er auf die vergangene Dekade zurück und wünschte der nächsten Dekade viel Erfolg.

 

Der Vorsitzende des Borbecker Bürger- und Verkehrsvereins e.V., Tobias Degener, gab einen kurzen Einblick in die Arbeit des Vereins, der sich u. a. für die Erhaltung von Schloss Borbeck, von einer Schule und eines Hallenbades einsetzt.

 

Die letzten Grußworte kamen von Dr. Bernd Mengede, Leiter des Kulturzentrums Schloss Borbeck. Er berichtete von der Kulturarbeit vor Ort. Über 70.000 Nutzungen wie Trauungen, Musikunterrichtsstunden, Schlossführungen u. v. m. zeugen von einer guten Auslastung des Zentrums.

Dr. Wolfgang Roters Dr. Wolfgang Roters

In einem Gastvortrag zum Thema Baukultur und Denkmalpflege stellte Ministerialdirigent a. D. Dr. Wolfgang Roters die zwei Akteure bei der Bewahrung von Baukultur vor. Dies sind hier zum einen das Land NRW mit seinem Ministerium und zum anderen die Akteure vor Ort, also auch zum Thema aktive Vereine.

Ein besonders gelungenes Beispiel für die Bewahrung und Entwicklung von Industriekultur ist das Welterbe Zollverein. Anfang der 90-er Jahre zum Abriss freigegeben, haben die beteiligten Akteure durch Zusammenarbeit und auch mit Kampf die Erhaltung und die dauerhafte Finanzierung von Zollverein gesichert.

Münze im Schloss Münze im Schloss

Mittags stärkten sich die versammelten Verbandsmitglieder in der „Münze“ des Schlosses. Im Anschluss stimmte die Gruppe „Emscherflute“ mit mittelalterlichen Klängen auf historischen Instrumenten auf den folgenden Vortrag ein.

Birthe Marfording als Äbtissin Birthe Marfording als Äbtissin

Birthe Marfording vom Kulturzentrum Schloss Borbeck beleuchtete als Fürst-Äbtissin Maria Kunigunde die Bedeutung des Stiftes Essen über fast 1000 Jahre (845-1803). Das Frauenstift war Keimzelle für die Entstehung der Stadt Essen und zugleich Reichsfürstentum. Äußerst anschaulich zeigte die Äbtissin den Einfluss der adeligen Damen des Stifts für die Region und im Besonderen die Verdienste von Maria Kunigunde von Sachsen, der letzten Äbtissin des Stifts.

 

Vorstand des Ruhrgebietsverbandes und Emscherflute Vorstand des Ruhrgebietsverbandes und Emscherflute

 Eine gemütliche Kaffeetafel im Schlossrestaurant mit musikalischer Begleitung von „Emscherflute“ rundete den Tag ab.

 

 

100 Jahre Verein für Heimatpflege Land Dinslaken e. V.

 


Der Verein wurde 1911 als Verkehrs- und Verschönerungsverein gegründet. Seine heimatbezogene Aufgabenstellung liegt im Gebiet des früheren Kreises Dinslaken. Im Zuge der kommunalen Gebietsreform erhielt der Verein 1975 seinen derzeitigen Namen.

Der Begriff „Land Dinslaken“ erinnert an den aus dem Mittelalter stammenden gleichlautenden Verwaltungsbezirk innerhalb des ehemaligen Herzogtums Kleve. Dieser Verwaltungsbezirk umfasste weitgehend das rechtsrheinische Gebiet des Herzogtums.

Der Verein arbeitet als Dachorganisation der örtlichen Heimatvereine sowie weiterer Institutionen mit ähnlicher Aufgabenstellung im früheren Kreis Dinslaken. Zurzeit hat er elf Mitgliedsvereine, die ihrerseits insgesamt rd. 2.500 Mitglieder repräsentieren:

Der satzungsgemäße Zweck des Vereins ist die Förderung und Pflege von Brauchtum und Heimatkunde, Landschafts- und Denkmalschutz, Wirtschaft und Verkehr sowie die Koordinierung der Arbeit der Mitgliedsvereine. Dies vor allem bei solchen Projekten, die über den Wirkungskreis eines einzelnen Mitgliedsvereins hinausgehen.

Der Verein ist Herausgeber der Buchreihe „Dinslakener Beiträge zur Geschichte und Volkskunde“. In dieser Reihe sind bisher 29 Titel erschienen.

Mehr zum Verein und seiner Arbeit und zum 100-jährigen Gründungsjubiläum finden Sie unter

www. Land-Dinslaken.de

 

Joachim Lattasch

Geschäftsführer

Verein für Heimatpflege Land Dinslaken e.V.

 

 

Vorstandssitzung in Dinslaken

Der Vorstand vom Ruhrgebietsverband zu Gast beim Heimatverein Dinslaken e.V. ...

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Der Heimatverein Dinslaken hatte den Vorstand nach Dinslaken in das Museum Voßwinckelshof eingeladen.

 

Herr Ronny Schneider, 1. Vorsitzender des Heimatvereins führte uns durch die Altstadt des schönen Städtchens Dinslaken. Herr Schneider ist ein pensionierter evangelischer Pfarrer, der aus Köln stammt und in Dinslaken etliche Ehrenämter bekleidet.

 

Der Rundgang begann am alten Backhaus. Es war eigens für unseren Besuch in Gang gesetzt worden, und man backte Brot für uns im Steinofen.

 

Herr Schneider berichtete über die früheren „Pumpgemeinschaften“. Dies waren „verschworene Gruppen“. Man traf sich zum Wasserholen an den Pumpen und teilte Freud und Leid miteinander. Jetzt gibt es leider nur noch zwei Gemeinschaften. Die alten Pumpen sind meist auch nicht mehr funktionstüchtig.

 

Bei der Besichtigung der evangelischen Stadtkirche und der katholischen Kirche hatten wir mit Herrn Schneider einen absoluten Experten als Führer. Die Details des Wiederaufbaus oder der Erweiterung waren enorm interessant. Da der Untergrund in Dinslaken morastig war und ist, war dies eine Herausforderung für Architekten und Bauleute.

 

Ein Gang zur Burg zeigte uns die intakte Infrastruktur des Städtchens. Hier klappt vieles gut.

Ein Amphitheater bietet 2.000 Menschen Platz.

 

Bei unserer Rückkehr in den Voßwinckelshof erwartete uns ein opulentes Abendessen mit frisch gebackenem Brot, Fleischkäse – auch im Backofen zubereitet – und Bier. Wir waren beeindruckt. Vielen Dank für diese Gastfreundlichkeit!

Die Gastgeber bedauerten, dass einige Vorstandsmitglieder verhindert waren.

 

Im Anschluss an das Abendessen fand unter Leitung von Frau Kleine-Möllhoff eine Vorstandssitzung statt. (Bericht: W. Pfotenhauer)